Tag 6 | Alles ist verbunden - Blätterrauschen und Lagerfeuer

7 Uhr: Nach einem leckeren Müsli mit Obst und Nüssen in Hafermilch beobachten wir die Vögel aus dem Fenster unseres Busses. Der Wind weht stark und die Blätter rauschen. Ein sehr beruhigendes Geräusch...

Manche sprechen auch von heilenden Naturfrequenzen. Was sind aber Frequenzen überhaupt? Eine Spannende Frage, die wir demnächst näher für euch und mit euch erörtern möchten.

... ganz im Gegensatz zu dem Lärm, den Autos oder Maschinen generell produzieren. Stichwort: Lärmverschmutzung - diese macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren und somit auch der Natur als lebenden, sich ständig im Austausch befindlichen Gesamt-Organismus.

Fragen wir uns doch einmal ganz unvoreingenommen, wenn einfach alles möglich wäre...

  • Wovon möchten wir dann wirklich (mit allen Konzequenzen) mehr?
  • Was ist alltäglich und dennoch unnatürlich und nicht in dem heutigen Maß notwendig?
  • Was können wir weglassen, loslassen oder reduzieren?
  • Was ist dabei gleichzeitig nur vermeintlich ein Verlust und auf den zweiten Blick sogar ein Gewinn?
  • Was möchten wir fördern?
  • Gibt es auch etwas, das wir fordern möchten?
  • Haben wir das richtige ICH und das richtige WIR schon gefunden?


Ganz privat bin ich froh, dass wir jetzt das tägliche pendeln (fast 2 Std. täglich) und getrennt sein weglassen und gemeinsam dafür einsetzen werden, etwas Sinnstiftendes (den Unverpacktladen uvm.) für die Menschen und die Natur direkt vor Ort aufzubauen. Was dieses "Mehr", was dieses "heimathafen-projekt" - basierend auf der "Sloworld" Philosophie genau ist, dazu später mehr...

Als es freundlicher wird, gehen wir zum Hafen. Dort gibt es eine Kletterwand, eine Tigerrutsche und Vieles mehr. Ein Outdoor-Kinderparadies quasi - es ist tragisch für mich zu sehen, wie unsere Kinder die bunte, blinkende Plastikwelt "vergöttern". Die Hersteller wissen, wie sie es anstellen müssen. Wenigstens ist es nicht Indoor - Innenraumluft mit solch einer geballten Menge an Plastik ist sicherlich nicht gerade das gesündeste, was wir uns und unseren Kindern zumuten können - zumal die durchschnittliche Innenraumluft um 80% schlechter ist als die Außenluft. Und die ist bekannter Maßen auch nicht mehr das, was sie einmal war, dank Feinstaub, Reifenabrieb und der Tendenz zum SUV und Drittwagen - besonders im Dunstkreis von Benztown-City (alias Stuttgart und Umland) - auch die Innenraumluft von Autos ist übrigens alles andere als gesundheitsfördernd, um es dezent auszudrücken. 

“Es sollte verboten werden, solche Dinge aus solchen Materialien weiter herzustellen.” schießt es mir durch den Kopf. Und: "Plasticbank.org sollte es nicht nur in Afrika geben", denke ich mir - "insbesondere in Spanien wäre es gut... aber ganz Europa könnte davon profitieren", denke ich mir. "Wie schön, dass es Cradle2Cradle gibt... immer mehr  geschlossene Kreisläufe müssen her. Das Konzept Müll ist, ebenso wie der rechte Winkel, nicht natürlich..."

Wir können das besser. Die Natur macht es vor. 

Aktueller nachträglicher Einschub: Übrigens im Buch "Wir können es besser" von Clemens G. Arvay ist auch das Thema Feinstaub im Kontext mit Corona / Covid genannt... es ist ein sehr gelungener Überblick und der Autor ordnet das Geschehen in einen Gesamtkontext ein, was im öffentlichen Diskurs bisher leider viel zu kurz kam. Daher lohnt es sicher sehr, das Buch zu kaufen. Am besten nicht über Amazon, sondern über deinen örtlichen Buchhändler (Lchoice Plattform) oder gebraucht bei SecondHand-Plattformen wie rebuy oder medimops

Wir können fördern, was wir für wichtig erachten - jeden Tag, mit jeder noch so kleinen Handlung. Alles beginnt im Kleinen. Am Anfang steht ein Gedanke, dann ein Wort. Und dann wird es Realität, wenn wir es wirklich wollen, können wir so unsere eigene Welt kreieren in dem wir im Einklang mit unseren Gedanken und Gefühlen unserer inneren Überzeugung handeln und diese vor allem auch artikulieren - also aussprechen und somit in Kontakt mit unserer Außenwelt treten. Wir werden feststellen, das wir selbst meist viel negativer mit uns selbst kommunizieren, als unser Gegenüber.

    • Lassen wir unserer Neugierde und Freude freien Lauf und uns von unserem Herzen leiten?
    • Sind wir bereit hinzuhören und voneinander sowie von den Kindern zu lernen?
    • Oder lassen wir uns von Emotionen und Marketingstrategien oder egogetriebenen Motiven fehlleiten und vertrauen uns solch fehlgeleiteten Entscheidern an?
    • Sind wir Vorbild für unsere Kinder?
    • Erlauben wir uns lebendig nach etwas Besserem zu streben, uns auszuprobieren?
    • Oder lassen wir uns klein machen (von uns selbst und anderen)?
    • Sagen wir laut zu uns selbst: ICH BIN. Spüren wir in uns hinein.
    • Was möchte gesehen und gehört werden. Was darf lebendig werden?
    • Erlauben wir uns selbst ohne Angst: Ja, ich darf wirken. Ich erlaube es mir selbst und meinen Lieben und auch sie werden es sich selbst und mir erlauben.

    So treten wir ein in eine neue Stufe der Entwicklung und können eine positive Aufwärtspirale in Gang setzen. Sagen wir: "Goodbye heißgeliebte Bedenken & Zweifel, die ihr mich behütet in meiner sogenannten "Komfortzone" gehalten habt. Lassen wir die Ängste und Bedenken ziehen, wie wunderschöne Wolken, wir nehmen sie wahr und verurteilen sie nicht. Adieu subtile, fiktive Existenzangst - wir schälen die Zwiebelschalen ab, sanft aber stetig und erspüren uns im Hier und Jetzt in sanfter Sicherheit - getragen von Vertrauen, das Richtige zu tun, weil wir wieder mehr und mehr auf unser Herz hören, auch wenn es zunächst vielleicht nur ganz leise mit uns spricht - es wird immer einfacher und deutlicher zu verstehen sein, sobald wir loslassen und beginnen wirklich hinzuhören und uns selbst zu vertrauen ;-)

    Lassen wir es geschehen - begeben wir uns in den Fluss des Lebens! Lernen wir ein Leben lang freudvoll und gestalten wir unsere Welt, auf die Gefahr hin Fehler zu begehen. Sehen wir die Fehler als Geschenke für unsere Entwicklung an. Danken wir für die Erfahrungen, die wir machen durften. Und halten wir uns an der Hoffung fest, dass nur 20% notwendig sind und wir uns 80% sparen können. Sei es nun Materielles oder denken wir an unsere Arbeit und unser Tun. Was können wir weglassen, was Teilen und was stattdessen bewirken, indem wir agieren statt reagieren - es steckt viel Potenial in uns allen... wir müssen nur genauer hinsehen.

    "Denken wir ganzheitlich und global und handeln individuell und lokal. So erhalten wir Vielfalt und ein ausgewogenes Gleichgewicht."

    Wir müssen nicht perfekt sein. Hauptsache wir SIND... keine passive Kopie - sondern aktive, lebendige Weltenbürger - in ehrlichem und anerkennendem Austausch - denn alles ist miteinander verbunden. So wie es auch die Blume des Lebens symbolisiert. Auf die Finanzwelt übertragen könnte man sagen: "Taler, Taler du musst wandern, von der einen Hand zur Andern". Das Geld zu horten veschafft nur Leid und Ungerechtigkeit - es zu missbrauchen auch.

    Ein alternatives Konzept könnte die Gemeinwohlökonomie und der Gradido sein.

    Abends sammeln wir Holz und machen ein wärmendes Lagerfeuer. Das Feuer wirkt ebenso entspannend, wie das Blätterrauschen heute morgen und es hilft bei mentalen Veränderungsprozessen. Das wussten schon unsere Ahnen und setzen Feuer und Rauch für Transformation und Gesundheit ein.

    Auch die Veden haben sich dieses Wissen zu Nutze gemacht und an diesem Ort am Bodensee kann man es auch in Deutschland erlernen: Homa Hof Heiligenberg

    Wir versuchen uns an unterschiedlichen Musikinstrumenten aus und hören unsere Lieblingsmusik - jeder darf ein Lied der Reihe nach aussuchen - unsere Dauerbrenner sind immer wieder Alexa Feser ("Gold von Morgen" und "Wunderfinder") & Creed ("One" und "With arms wide open") sowie Joan as Policewoman (mit "The Magic") und Lenny Krawitz (wunderbarer Song "Believe") bis wir müde in unsere Betten fallen.


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